Exkurs: Die deutsche Approbation

Exkurs: Die deutsche Approbation

Um als Arzt in Deutschland Patienten behandeln zu dürfen benötigen Sie eine offizielle Erlaubnis. Die uneingeschränkte Erlaubnis heißt in Deutschland ärztliche Approbation.

Diese Approbation wird von der zuständigen Behörde einmal pro Arzt ausgesprochen und Sie erhalten eine Approbationsurkunde mit Ihrem Namen.

Diese Approbation ist in Deutschland lebenslang gültig! Sie gilt uneingeschränkt für ganz Deutschland, also für alle Bundesländer!

Entziehen kann man Ihnen die Approbation nur bei schwersten Verfehlungen als Arzt, wie z.B. fahrlässige Tötung eines Patienten, Korruption oder Drogenhandel.

Geregelt wird das Verfahren durch das Gesetz BÄO – die Bundesärzteordnung.

Darin steht: Die Approbation als Arzt ist auf Antrag zu erteilen, wenn der Antragsteller

  1. Sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs ergibt.

  2. Nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet ist.

  3. Nach einem Studium der Medizin an einer wissenschaftlichen Hochschule von mindestens 5.500 Stunden und einer Dauer von mindestens sechs Jahren, von denen mindestens acht, höchstens zwölf Monate auf eine praktische Ausbildung in Krankenhäusern oder geeigneten Einrichtungen der ärztlichen Krankenversorgung entfallen müssen, die ärztliche Prüfung im Geltungsbereich dieses Gesetzes bestanden hat.

  4. Über die für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt.

Wo beantragt man die deutsche Approbation als Arzt aus einem EU-Land?

Zuständig sind die entsprechenden Approbationsbehörden in den jeweiligen Bundesländern, in denen das Krankenhaus, in dem man arbeiten will, sich befindet. Nur im Bundesland Niedersachen ist die Ärztekammer zuständig.

Welche Unterlagen sind für die Approbation erforderlich?

Neben weiteren Dokumenten benötigen Sie in jedem Fall:

  • Antrag auf Approbation
  • Lebenslauf
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde (bei Namenswechsel durch Heirat)
  • Identitätsnachweis, Reisepass, Personalausweis, ID
  • Gesundheitszeugnis
  • Einstellungserklärung des Krankenhauses
  • Certificate of Good Standing der Ärztekammer im Heimatland
  • Polizeiliches Führungszeugnis aus dem Heimatland
  • Das Examenszeugnis/Diplom
  • Sprachnachweise Deutsch B2 + Medizinisches Deutsch C1

Je nach Behörde müssen meist alle Unterlagen auf Deutsch amtlich (meist in Deutschland) übersetzt sein.

Da die ganzen Vorgänge je nach Bundesland unterschiedlich sind, ist es für einen Arzt, der alleine nach Deutschland gehen will, meist sehr schwierig und kompliziert diesen Antrag erfolgreich zu stellen. Nachforderungen der Behörden führen oft dazu, dass es lange sehr lange dauert, bis man die deutsche Approbation erhält.

Daher unterstützen wir bei dem Approbationsantrag unsere Ärzte über eine Fachanwaltskanzlei für Medizinrecht, die für uns seit über 12 Jahren erfolgreich Approbationsanträge für alle unsere ausländischen Ärzte stellt.

Und wenn Sie Fragen haben, können Sie sich vertrauensvoll an unser Team wenden.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Rainer Groll, Medbörse GmbH & Co. KG, Gießen